Markdorf/Freiburg. Erzbischof Stephan Burger wird am Sonntag (21.06.) um 10 Uhr in der Kirche „Unsere Liebe Frau“ in Waibstadt Thomas Michael Kiesebrink aus der Kirchengemeinde Linzgau-Bodensee zum Diakon weihen.
„Mein Glaube ist für mich die lebendige Beziehung zu Gott, die meinem Leben Orientierung, Halt und Hoffnung gibt.“, sagt Dr. Thomas Michael Kiesebrink. „Er gründet in der Begegnung mit Christus und wird genährt durch Gebet, Schrift und Liturgie.“ Der 49-Jährige lebt seinen Glauben dabei vor allem in der Mitfeier der Sakramente sowie im Engagement in Gemeinde und Seelsorge.
Nach einem Studium der Evangelischen Theologie in München und Bonn wirkte Kiesebrink von 2012 an in der Evangelischen Kirche im Rheinland sowie in der Badischen Landeskirche. Im Jahr 2021 konvertierte er zur katholischen Kirche und ist seitdem zunächst in der Seelsorgeeinheit Salem-Heiligenberg, seit 2026 in der Pfarrei St. Nikolaus Markdorf im pastoralen Einsatz. Parallel dazu absolvierte er ergänzende Studien in katholischer Theologie.
Ein zentrales Motiv für seinen Weg als Seelsorger ist der Wunsch, den Glauben in seiner Schönheit und Tiefe zu erschließen und weiterzugeben. „Dieses Anliegen ist über einen längeren Zeitraum gewachsen und wurde vor allem in persönlichen Glaubenserfahrungen, im Gebet und in der Begegnung mit Menschen vertieft, die mir gezeigt haben, wie tragfähig und lebensnah der Glaube sein kann“, unterstreicht er.
Mit seinem Dienst möchte Thomas Michael Kiesebrink dazu beitragen, dass die Botschaft des Evangeliums im Alltag der Menschen erfahrbar wird. „Das diakonische Amt ist in der Kirche Ausdruck dafür, dass Gottes Liebe konkret wird – im Dienst am Menschen und in der Verkündigung des Evangeliums“, sagt er. Dies unterstreicht der Weihekandidat auch durch seine Entscheidung: „Ich lasse mich zum Diakon weihen, weil ich den Ruf verspüre, Christus in seinem dienenden Handeln in besonderer Weise nachzufolgen.“
Die Diakonweihe
Das Wort „Diakon“ stammt vom griechischen Verb „diakonein“. Es bedeutet „dienen“ und „fürsorglich helfen“. Während der Diakonweihe gibt es eine Reihe besonderer Rituale: Die Weihekandidaten liegen während der Allerheiligenlitanei ausgestreckt vor dem Altar – Ausdruck dafür, dass sich die angehenden Diakone vorbehaltlos in den Dienst Gottes stellen möchten. Dann folgt das freiwillige Versprechen, ein Mann des Gebets zu sein, den Armen zu helfen und dem Bischof die Treue zu halten. Nun legen die Kandidaten ihre Hände in die des Bischofs – ein Ausdruck des gegenseitigen Vertrauens. Die eigentliche Weihehandlung vollzieht sich dann durch die Handauflegung des Bischofs und das von ihm gesprochene Weihehochgebet. Im Anschluss daran werden die Diakone mit der Stola und der so genannten Dalmatik bekleidet, die Zeichen ihres Dienstamtes sind. Sie erhalten zudem ein Evangeliar überreicht, denn die Verkündigung des Evangeliums in der Liturgie ist eine ihrer zentralen Aufgaben. Am Ende der Weihe entbietet der Bischof den neugeweihten Diakonen als Zeichen der Wertschätzung den Friedensgruß.
(mf)

